Sulzbach und Leidersbach arbeiten beim Hochwasserschutz enger zusammen
Der Marktgemeinderat Sulzbach und der Gemeinderat Leidersbach sind am Dienstagabend zu einem gemeinsamen Austausch zum Thema Hochwasserschutz und den interkommunalen Rückhaltekonzepten zusammengekommen. An dem Treffen nahmen auch die beiden Ersten Bürgermeister Michael Schüßler (Leidersbach) und Markus Krebs (Sulzbach) sowie Vertreterinnen und Vertreter beider Gemeindeverwaltungen teil. Ziel des Treffens war es, die interkommunale Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und die nächsten gemeinsamen Schritte abzustimmen.
Die Gemeinde Leidersbach umfasst die Ortsteile Leidersbach, Ebersbach, Volkersbrunn und Roßbach, der Markt Sulzbach die Ortsteile Sulzbach, Soden und Dornau. Verbunden sind beide Gemeinden durch den Leidersbach, der in Leidersbach entspringt, anschließend durch Sulzbach fließt und schließlich in den Main mündet. Darüber hinaus prägt auch der Sodener Bach das Gewässersystem des Marktes Sulzbach. Beide Gewässer zeigen, dass Wasser nicht an Gemeindegrenzen haltmacht. Ereignisse im Oberlauf wirken sich unmittelbar auch auf die Situation im Unterlauf aus. In der Vergangenheit kam es in beiden Gemeinden immer wieder zu erheblichen Schäden durch Starkregen und Hochwasser. Umso wichtiger ist es, den Hochwasserschutz gemeinsam und über Gemeindegrenzen hinweg zu betrachten.
Neben den fachlichen Inhalten stand auch der persönliche Austausch über Gemeindegrenzen hinweg im Mittelpunkt des Abends. Gerade die neu gewählten Mitglieder beider Gemeinderäte erhielten dadurch einen umfassenden Überblick über die Zusammenhänge im gesamten Einzugsgebiet und die Herausforderungen, die sich für beide Kommunen ergeben. Ein gemeinsames Verständnis der Ausgangslage ist eine wichtige Grundlage für künftige Entscheidungen und zeigt, dass wirksamer Hochwasserschutz nur gemeinsam gelingen kann.
Die interkommunale Zusammenarbeit bietet dabei nicht nur fachliche Vorteile, sondern verbessert auch die Möglichkeiten, Fördermittel zu erhalten. Gemeinsame Projekte werden von den Fördergebern besonders unterstützt und können zu höheren Fördersätzen führen. Dadurch lassen sich wichtige Maßnahmen wirtschaftlicher umsetzen.
Als nächster Schritt soll nun eine Zweckvereinbarung zwischen beiden Gemeinden vorbereitet werden. Darin wird unter anderem geregelt, wie die Kosten für die Zusammenführung der bestehenden Rückhaltekonzepte und die weitere gemeinsame Bearbeitung fair zwischen Sulzbach und Leidersbach aufgeteilt werden.
Das gemeinsame Treffen wurde von allen Beteiligten als wichtiger Meilenstein bewertet. Die konstruktive Atmosphäre und der große Wille zur Zusammenarbeit machen deutlich, dass beide Gemeinden den Hochwasserschutz künftig gemeinsam angehen wollen. Mit dieser Kooperation wird ein bedeutender Schritt getan, um die Region besser auf künftige Starkregen- und Hochwasserereignisse vorzubereiten und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu erhöhen.